Pondicherry

Mädchen in Schuluniform
Mädchen in Schuluniform

Französischer Flair

Pondicherry war früher eine französische Kolonie. Es blieb sogar noch Jahre nach Indiens Unabhängigkeit (1947) unter Französischer Flagge. Heute ist es eines der Unionsterritorien (eine Art Stadtstaat), bekannt für niedrige Steuern auf Autos und Alkohol.

Auch wenn unser Reiseführer Appetit "französischen Flair" macht: die einzigen Dinge, die heute noch an das französische Erbe erinnern, sind französisch klingende Strassennamen (z.B. "Labourdonnais Street" oder "Monthorsier Street"), Bäckereien die Croissants anbieten, et bien sûr La Tricolore au-dessus de l'Hôtel de Ville.

Auroville

Pondicherry ist fest in der Hand von Westlern - oder besser: ehemaligen Westlern und jetzigen Bewohnern von Auroville. Dieses Dorf ist ungefähr 7km von Pondicherry entfernt und war ursprünglich als multi-kulturelles, autarkes und selbstverwaltendes Siedlungsprojekt gedacht.

Offenbar ist dieses (zugegebenermassen interessante) Gebilde doch nicht so unabhängig von der materiellen Welt: unzählige Motorradfahrer fahren zum Tanken und Einkaufen runter nach Pondicherry. Einige Westler protzen so richtig mit ihren frisierten Enfield Motorrädern - bei anderen kann man sich ein breites Grinsen nicht verkneifen: eine Frau zwischen 30 und 40 fährt ihr Mofa die Strasse runter und sitzt dabei auf einem grossen rosafarbenen Federkissen.

Bodenblech

Nach zwei entspannenden Tagen in Pondicherry mit reichlich Meeresfrüchten machten wir uns auf nach Madurai. Als wir in den Bus einstiegen, sahen wir sofort, dass im Innenraum kein Platz für unsere Rucksäcke war - von meinen Knien mal ganz abgesehen.

Wir baten den Busbegleiter, unsere Rucksäcke vielleicht unten in den Kofferraum packen zu können. Nachdem die Dinger drin waren, zündete der Mann schnell noch ein Streichholz an - und sah nach, ob im Bodenblech noch alle Schrauben drin waren! Bye bye Rucksack, du warst ein treuer Freund. Aber, wie immer, alles lief glatt.