Trindade

Linienbus

Trindade ist mit einem alten Linienbus in ca. 30min von Paraty aus zu erreichen. Dieser kriecht mit im ersten Gang heulenden Motor auf einer schmalen Strasse fast senkrechte Steigungen hinauf und hinunter. Egal wo man aus dem Busfenster sieht, überall dichte Vegetation und darüber blauer Himmel. Schliesslich schimmert blaues Meer durch und dann blitzt auch ein Stückchen weisser Strand auf.

Blaues Meer
Blaues Meer

Vor einigen Jahren bestand Trindade lediglich aus ein paar Campingplätzen, die von Hippies, Surfern und anderen Räuchermännchen besucht wurden. Heute finden sich in Eigenregie entworfene und hastig erbaute Pousadas (Pensionen). Sie sind schlicht aber meistens sauber. Und im Zimmer wird hier sowieso nicht gehockt.

Drei Strände

In Trindade bieten sich drei Strände an. Diese unterscheiden sich in erster Linie in ihrem Wellengang. Der längste Strand zieht sich vielleicht 2km lang. Hier ist es selbst für gute Schwimmer nicht empfehlenswert, sich in die Wellen zu stürzen. Der Sandstrand fällt zum Wasser hin steil ab, wodurch die zurückströmenden Wassermassen eine reissende Gewalt entwickeln können. Selbstredend ist dies jedoch ein Paradies für Surfer.

Charakteristisch sind für den Hauptstrand weiterhin die gigantischen runden Granitfelsen, die überall wie steingewordene Walfische am Strand herumliegen. Die anrollenden Wellen schlagen gegen die Felsen, was ein permanentes dumpfes Donnergrollen entstehen lässt.

Wellen schlagen gegen Felsen
Wellen schlagen gegen Felsen

An den anderen beiden Stränden ist das Meer ruhiger, jedoch mehr Leute. Kleine Restaurants mit Sonnenschirmen und Plastikstühlen laden zu einem kühlen Bierchen ein. Der Sand ist mittags teilweise so heiss, dass man sich nicht mehr bewegen kann, ohne seine Havaianas (typisch brasilianische Strandsandalen) anzuziehen. Kein Wunder, die Sonne steht schliesslich fast im Zenit.

Essen Gehen

So einfach wie die Pousadas sind, gestaltet sich auch das Dorfzentrum. An der Strasse entlang gebaut finden sich einige kleine Restaurants oder Kneipen, Eisdielen und ein Supermarkt. So kann man für einen unschlagbaren Preis das bekannte Menü "PF" (siehe Prato Feito = "fertiges Gericht") bekommen.

Abends kann man in kurzen Klamotten bei Forró-Musik auf einer Terrasse sitzen, und in aller Ruhe frittierten, gesalzenen Aipim (Manjok) knabbern und dazu kühles Bier trinken. Was kann man schöneres haben? Am Strand sitzen und den Vollmond über dem dunklen Meer aufgehen sehen - aber nur wenn man aufsteht.